Uckermärkischer Radrundweg

 

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Auf dem Rad die Uckermark entdecken – Der Uckermärkischer Radrundweg

Der Uckermärkische Radrundweg führt auf  rund 260 Kilometern durch die Naturparks Feldberger Seenlandschaft und Uckermärkische Seen, durch das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und den Nationalpark Unteres Odertal und ist eine Tour für echte Naturentdecker. Die Trasse, die über asphaltierte Radwege, Landstraßen, stillgelegte Bahnstrecken führt, wurde 2006 eröffnet.

Verbindung zu anderen Fernradwegen

Eigentlich ist es egal, in welchem Ort man in die Route einsteigt und in welche Richtung man fährt. Der Uckermärkische Randrundweg ist ein abwechslungsreicher Rundkurs mit den Stationen Templin, Lychen, Angermünde, Schwedt und Prenzlau. Er stellt zudem eine Verbindung zwischen dem Oder-Neiße-Radweg, den Radfernwegen Berlin – Usedom, Berlin – Kopenhagen, dem Mecklenburgischen Seenradweg, der Tour Brandenburg, der Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte und dem Müritzradweg dar. Größere und kleinere Touren sind deshalb auf der mit dem radelnden Uckermark-Smiley gekennzeichneten Piste möglich. Der Rundkurs ist an mehreren Orten mit der Bahn erreichbar, so dass ein Ein- und Ausstieg mehrfach möglich ist. Wollen Sie nur ein Teilstück erkunden, bietet sich an den Wochenenden und an Feiertagen der Uckermark-Shuttle an – ein Ringbus, der in beide Richtungen über Templin, Prenzlau, Schwedt und Angermünde fährt und von April bis September auch Fahrräder transportiert.

Vorbei an vielen Seen

Der Weg ist landschaftlich äußerst reizvoll, führt an unzähligen Seen vorbei und durch dichte Wälder. Starten Sie in Templin und fahren Sie im „Uhrzeigersinn“, dann erreichen Sie als nächste Stationen Gandenitz und Alt Placht, wo das Kirchlein im Grünen zur Rast einlädt. Nach rund 20 Kilometern ist die Flößerstadt Lychen erreicht. Die Stadt zwischen sieben Seen lädt ebenfalls zu einer längeren Pause ein. Machen Sie Station in der Mühlenwirtschaft und Kaffeemühle oder erleben Sie hier die Flößertradition. Über Rutenberg (mit dem glasklaren Großen Kronsee) geht es für ein Stück hinein ins Mecklenburg-Vorpommersche. Über Triepkendorf und Laeven erreicht man Feldberg.

Kirchlein im Grünen Alt Placht
Kirchlein im Grünen Alt Placht

Von dort nach Wrechen und wieder hinein in die Uckermark nach Fürstenwerder. Ein Ort, der seit der Veröffentlichung des Romans „Vor dem Fest“ von Sasa Stanisic auch viele „Literaturreisende“ anzieht. Über Parmen und Krewitz erreicht man Boitzenburg. Dort laden das Schloss, die Klostermühle und die Klosterruine zu Besichtigungen ein. Das nächste Schloss ist dann schon wenige Kilometer weiter in Kröchlendorff erreicht. In Gollmitz verführt die Wassermühle zum Stopp. Weiter geht es über Basedow und Klinkow in die Kreisstadt Prenzlau. An den Uckerseen führt die Piste über Röpersdorf, Zollchow, Potzlow nach Seehausen. Dort hat man Anschluss an den Fernradweg Berlin-Usedom. Über Blankenburg geht es nach Gramzow – dort lohnt ein Besuch des Eisenbahnmuseums.

Durch das Untere Odertal

Fährt man durch die Dörfer Zichow, Schönow, Jamikow,Kummerow, Kunow und Hohenfelde, sollte man die alten Feldsteinkirchen nicht unbeachtet lassen. Über Blumenhagen geht es nach Vierraden. Nach der Ansiedlung der Hugenotten in der Uckermark am Ende des 17. Jahrhunderts entstand hier eines der Zentren des Tabakanbaus. Noch heute wird im August mit dem Tabakblütenfest daran erinnert. Über Gatow (Anschluss an den Oder-Neiße-Radweg), wo auch noch einige Tabakscheunen zu sehen sind, erreicht man die Nationalparkstadt Schwedt, die mit rund 30 000 Einwohnern größte Stadt der Uckermark. Mit der PCK Raffinierie und mehreren Papierfabriken gehört sie zu den leistungsfähigsten Industriezentren Brandenburgs. Und liegt zugleich unmittelbar am Nationalpark Unteres Odertal. Ein Spagat, der nicht reibungslos zu schaffen ist, von dem die Stadt und ihre Besucher jedoch durchaus profitieren. Über den Oder-Neiße-Radweg geht es weiter über Zützen bis Criewen, Hier sollte man den Deich verlassen und einen Abstecher zum Schloss mit dem Informationszentrum des Nationaparks Unteres Odertal machen.

Anschließend führt der Radrundweg über Stolpe (mit dem dicken Burgfried „Grützpott“) nach Angermünde, das einstige Ackerbürgerstädtchen, das sich heute eines herausgeputzten und sehenwerten historischen Stadtkerns rühmen kann. Über Kerkow (für Hungrige lohnt sich ein Halt am Gut Kerkow) radelt man zur Blumberger Mühle, dem Naturerlebniszentrum des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin und zum Wolletzsee, wo in den Sommermonaten das Strandbad einlädt.

asphaltierte Piste des uckermärkischen radrundwegs
Auf dem uckermärkischen Radrundweg